Wer wir sind ...
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Besuchsdienst
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Wochenplan
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Gewalt in der Psychiatrie
Vorsorge
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Selbstverständnis
Patenschaftshandbuch
Schiedsstelle
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Seit Mai 1997 gibt es den Verein Psychiatrie-Patinnen
und -Paten e.V. In diesem Verein haben sich Betroffene mit psychischen Problemen oder
mit Psychiatrieerfahrung zusammengeschlossen, um sich für ihre eigenen
Belange einzusetzen. Der Verein hat z. Zt. ca. 80 Mitglieder.
Unsere Ziele sind:
a) humane Psychiatrie
b) Intergration in die Gesellschaft, auch in Form politischer Einflussnahme
c) stärkere Gewichtung der Meinung und Bedürfnisse der/ des Betroffenen in der Psychiatrie
d) stärken der Toleranz in der Gesellschaft
e) Verbesserung der Arbeits-, Lebens-, und Behandlungssituation
Um diese Ziele zu erreichen, engagieren wir uns in den folgenden Bereichen:
-Patenschaften
-Besuchsdienst psychiatrischen Kliniken in den Aachen
-PP-Treffpunkt
-Gruppenangebote
-Öffentlichkeitsarbeit
-Zusammenarbeit mit anderen Gruppen oder Instutionen (z.B. BPE Bundesverband der Psychiatrie Erfahrenen,
PSAG-Psychosoziale Arbeisgeneinschaft der Stadt Aachen- Arbeitsgruppe Allgemeine Psychiatrie.)
Im nachfolgenden Text gehen wir näher auf die einzelnen Punkte ein.
10 Jahre PP - Rückblick!
Lohnt sich der Einsatz in und mit der Psychiatrie, um die Situation von Menschen
an diesen Orten zu verbessern? Ja, es lohnt sich.
Wir können stolz auf uns sein. PP e.V. ist 10 Jahre alt geworden. Viele Selbsthilfegruppen
schaffen diese Hürde nicht. Unserer Erfolg steht auf mehreren Beinen. nach oben
Die zentralen Aufgaben sind nach wir vor, Patenschaften, Besuchsdienst und der PP-Treff.
Die Mitgliederzahl liegt bei ca. 80, wobei nicht alle aktiv sind.
In erster Linie bietet der Verein ehrenamtliche
"Patenschaften" auch ausserhalb der Kliniken sowie einen "Besuchsdienst" für Menschen in
psychiatrischen Kliniken an. Im Mittelpunkt steht dabei der Kontakt von
Mensch zu Mensch. Die "Patinnen/Paten" schöpfen dabei aus ihren eigenen
Erfahrungen als Betroffene. Es handelt sich dabei nicht um Betreuungen
nach dem sogenannten Betreuungsgesetz, sondern um ein eigenes Konzept, das
die Pat/innen/en u. die begleitenden Personen gleichberechtigt sieht.
Alle Gesprächsinhalte werden von den Patinnen und Paten selbstverständlich
vertraulich behandelt. Die Tätigkeiten des Vereins erfolgen ehrenamtlich.
Die Organisation der Patenschaften hat Christian vor einiger Zeit übernommen.
Ihm gilt unser herzlicher Dank. Nach seiner Aussage gibt es eine Warteliste,
d. h. wir haben zu wenige Mitglieder die eine Patenschaft
übernehmen würden.
Im Jahr 2006 haben wir das Konzept der Patenschaft überarbeitet und konkretisiert.
Hieraus sind Papiere entstanden, die dem Paten/der Patin eine Hilfestellung für die
Patenschaft sein sollen. Bitte meldet Euch bei Christian, wenn ihr eine Patenschaft übernehmen wollt.
Weitere Informationen unter Konzept der Patenschaft.nach oben
Der Besuchsdienst besteht zur Zeit vielen Mitgliedern und findet im Klinikum Aachen und Alexianer Krankenhaus statt.
Jedes betroffene Mitglied, kann Besuchsdienst übernehmen. Die Betroffenheit ist wichtig, da sich die Hilfe aus den Erfahrungen des Menschen ergeben soll. Als Unterstützung bietet der Verein den BesuchsdienstlerInnen vier mal im Jahr eine Supervisionsrund mit Herrn Roth (kath. Seelsorger) an. Herr Roth steht aber jedem, der mit dem Besuchsdienst Schwierigkeiten hast, auf Wunsch beratend zur Seite.
Mit den Jahren mussten wir feststellen, dass es für viele Mitglieder aufgrund von Gewalterlebnissen in und mit der Psychiatrie nicht möglich gewesen ist, den Besuchsdienst auf den Stationen (insbesondere der „geschützten“ Stationen) der Psychiatrien zu machen. An dieser Stelle möchten wir uns bei Elisabeth herzlich für Ihr Engagement im Arbeitsfeld des PP- Besuchsdienst im Klinikum Aachen bedanken. Weiterhin gilt unser Dank Julia, die das Arbeitsfeld PP- Besuchsdienst im Alexianer Krankenhaus lange Jahre inne hatte.
In diesem Jahr hat sich eine neue Besuchsdienstgruppe gebildet, die aus 9 Leuten besteht. Die Gruppe konzentriertsich auf das Universitätsklinikum Aachen und hat sich bisher zweimal getroffen. Es wurden folgende Punkte angesprochen:
- Gaby nimmt Kontakt mit Frau Hamacher vom Sozialdienst des Klinikums auf.
- PP-Besuchsdienstausweis werden eingeführt. Die Kosten bis zu 200,-€ übernimmt das Klinikum.
- Besuche sollen auch außerhalb der normalen Besuchszeiten möglich sein.
- Besuche werden weitgehend durch zwei PP-Mitglieder erfolgen.
- Kontakte zu Patienten sollen auch beim Patientencafe erfolgen (donnerstags)
- Regelmäßiger Austausch zwischen Prof. Dr. Schneider und PP
Am 23. Oktober 2007 fand das erste Gespräch zwischen Vorstand und Prof. Dr. Dr. Frank Schneider im Klinikum statt.
Den Besuchsdienstler werden die Fahrtkosten zu den o.g. Krankenhäusern erstattet und haben einen kleinen Betrag zur Verfügung um den PatientInnen schon mal einen kleinen Wunsch zu erfüllen(z.B. Saft, Obst, Zigaretten…).
Wir sind dabei natürlich auf staatliche Fördermittel und Spenden
angewiesen. Der Verein Psychiatrie-Patinnen und –Paten e.V. wird
inzwischen von den psychiatrischen Fachkliniken der Aachener Region
anerkannt und arbeitet mit verschiedenen Institutionen aus dem Bereich
Psychiatrie zusammen.nach oben
Seit Ende 1998 gibt es einen Treffpunkt, der dem
Verein als Büro und als Ort der Begegnung dient. Dieser Treffpunkt am
Adalbertsteinweg 123 ist auch als "Café" bekannt.
Die allgemeinen Ziele des PP-Treffpunkts sind, soziale Kontakte fördern, Vernetzung schaffen, Selbstbewusster werden.
Finanzen
Die intensiven Bemühungen von Petra haben Früchte gezeigt. Wir hatten in den letzten Jahren genügend Geld, um unser Vereinslokal
nach und nach schön zu gestalten. Die Renovierungsarbeiten und die Anschaffungen (neue Schränke und Regale
sind erst vor wenigen Monaten erfolgreich abgeschlossen worden. Hier gilt unsere Hochachtung und unser Dank vor allem Petras Fähigkeiten Gelder zu beschaffen. Wir nutzen die Räume z .Z. an sechs Tagen in der Woche.
Zusammen sitzen, reden über Gott und die Welt und vieles mehr (z.B. über die Wirkung von Medikamente etc.). Die Meinungen gehen oft sehr stark auseinander. Ein Beispiel dazu: „ ob es sinnvoll wäre, eine von Profis
geleitete Selbsthilfe-Gruppe anzubieten.“ Die Getränkepreise sind moderat, da legdiglich eine Kostenerstattung darstellt. Zwischen 0,10€ für Tee und Wasser, 0,30€ für Kaffee und Cola und 0,50€ für Säfte. Alkoholische Getränke werden nicht angeboten.nach oben
Wochenplan
| Montag | PP-Cafe 13.30 Uhr - 16.00 Uhr | Pauline |
| Dienstag | PP-Cafe 13.30 Uhr - 16.00 Uhr Jugendgruppe 18.00 Uhr - 20.00 Uhr | Isabell Bernd |
| Mittwoch | 14-tägig Vorstand 16.30 Uhr - 18.00 Uhr
Nähgruppe ab 18.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr | Doris Bernhard Peter Siegi Annette Jan |
| Donnerstag | PP-Cafe 13.30 Uhr - 16.00 Uhr | Siegi |
| Freitag | Musikgruppe: kreative Pause | Michael |
| Samstag | Kochgruppe 14.00 Uhr - 17.00 Uhr | Roland und Richard |
| Sonntag | PP-Cafe 15.00 Uhr - 17.30 Uhr | Annette |
Jedes Jahr entstehen neue Gruppenangebote und alte Angebote werden eingestellt.
Seit Sommer 2007 gibt es unter der Leitung von Bernd eine Jugendgruppe.
Videogruppe, Musikgruppe machen zur Zeit eine kreative Pause.
Die Kochgruppe findet samstags statt unter der Leitung von Gregor und Roland. Pauline hilft manchmal mit.
Im Jahr 2006 wurde die Nähgruppe unter der Leitung einer Schneiderin vom Alexianer Krankenhaus eingerichtet. Hier kann man Kleider ändern oder auch nach Schnittmustern nähen. Dieses Angebot ist wichtig, da es die Kreativität der Betroffenen fördert. Es können zudem bei diesem Gruppenangebot Techniken erlernt werden und man kann dadurch Kosten sparen. Die Abnehmgruppe wurde eingestellt.
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Bernhard Helmes, Annette Oberschelp, Doris Thelen, Peter Alexander, Siegfried O.
Wir arbeiten daran, die Rechte der Betroffenen weiterhin zu stärken. nach oben
Menschen, die negative Erfahrungen in und mit der Psychiatrie machen mussten, suchen neue Wege um sich zu schützen.
Dunkele Seiten überschatten die Psychiatrie schon immer. Nicht nur während der Nazi-Herrschaft im Dritten Reich, in der psychisch Kranke Menschen und auch politische Kritiker in „Irrenanstalten“ gesteckt wurden , zwangssterilisiert, als Versuchskaninchen missbraucht und vieles mehr, sondern auch heute noch sind Menschen dem psychiatrischen System, zum Teil, schutzlos ausgeliefert. Und damit meinen wir nicht zwingend, die einzelnen PsychiaterInnen, PsychologInnen, das Pflegepersonal und/oder die MitpatientInnen sowie die BesucherInnen. Wir meinen das gesamte psychiatrische System. Gewalt kann von Jedem ausgehen, Gewalt kann sich hoch schaukeln, Gewalt kann auch durch Gruppenzwang entstehen.
Die Bedingungen in der Psychiatrie insbesondere auf den so genannten „geschützten“ Stationen, sind oft nicht förderlich für ein harmonisches Miteinander. Zur Gewaltvorbeugung sollten sich dringend die nachfolgenden Bedingungen zum Positiven verändern. Hierzu zählen unter anderem:
1. räumliche Gestaltung,
2. zuwenig (qualifiziertes) Personal, schlechter Personalschlüssel,
3. mangelnde Hygiene,
4. fehlende Rückzugsmöglichkeiten wie Ruheoasen sowie Überbelegung der Patientenzimmer,
5. unzureichende Beschäftigung,
6. angemessene Behandlung, die sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der PatientInnen orientiert,
7. mangelnde Bewegung an der frischen Luft,
8. mangelhafte bis fehlende Aufklärung über Haupt -und Nebenwirkungen der Medikamente und Therapieeinheiten.
Auf gravierende Nebenwirkungen auch bei den A-Typischen Neuroleptika wird nicht ausreichend hingewiesen.
Gespräche zwischen Arzt bzw. Ärztin und PatientInnen über die Medikationsplanung finden nur selten statt.
Vielmehr entscheidet der Arzt bzw. die Ärztin über den Kopf der Betroffenen bzw. des Betroffenen hinweg.
Nicht zu vergessen: Ohne einen gesunden regelmäßigen Schlaf (mindestens 8 Stunden pro Tag) ist eine Gesundung nicht möglich!nach oben
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